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Runder Tisch zur Verkehrssicherheit

zwischen der Anschlussstelle Denkendorf und Stammham

 

 

Am 29.04.2019 fand im Feuerwehrhaus Denkendorf der dritte Runde Tisch statt. Anlass war die Wiederholung der Griffigkeitsmessung nach der Baumaßnahme im Herbst 2018 mit einem guten bis sehr guten Messergebnis. Daher können Geschwindigkeitsbeschränkungen bei Nässe entfallen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird versuchsweise auf 130 km/h beschränkt.

 

Die Autobahndirektion Nordbayern hat auf einem Abschnitt von rund 6 Kilometern zwischen Denkendorf und Stammham 2018 eine Erneuerung der Fahrbahn und Verbesserungen an der Querneigung durchgeführt.

 

Diese rund 6,8 Millionen Euro teure Maßnahme liegt vor allem in der extrem ungünstigen Unfallentwicklung in den Jahren 2015 und 2016 begründet, die seinerzeit neben dem Leid der Betroffenen auch die Feuerwehren und Hilfsorganisationen der anliegenden Gemeinden physisch und psychisch extrem belastet haben. Im Rahmen des von Herrn Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Brandl angeregten Runden Tisches begannen konstruktive Gespräche mit dem Ziel die Verkehrssicherheit wiederherzustellen.

 

Mit den damals beschlossenen Sofortmaßnahmen ist es gelungen, das Unfallgeschehen erheblich zu beruhigen. Nahezu gleichzeitig mit der Feinfräsung der Fahrbahndecke, die die Haftung bei Nässe sichergestellt hat, wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h bzw. 80 km/h bei Nässe beschränkt.

 

In den beiden Jahren 2017 und 2018 ereigneten sich insgesamt weniger Unfälle als im Jahr 2016. Die Zahl der Unfallopfer verringerte sich in den beiden Jahren 2017 und 2018 in der Summe auf eine schwerverletzte und 30 leichtverletzte Personen.

 

Die Unfallstatistik 2019 setzt diesen sinkenden Trend fort.

 

Aufgrund der umfassenden baulichen Verbesserungen ist die Strecke nun in einem Ausbauzustand, der eine freie Geschwindigkeitswahl erlaubt. Seitens der Anliegergemeinden und der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt besteht jedoch die Befürchtung, dass die Unfallzahlen wieder steigen werden, wenn die Geschwindigkeitsbeschränkung komplett entfällt.

 

Als Kompromiss wurde von der Autobahndirektion Nordbayern vorgeschlagen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit versuchsweise bei 130 km/h festzulegen und das Unfallgeschehen intensiv zu beobachten. Dies wurde von allen Beteiligten mitgetragen. Aufgrund der guten Griffigkeitswerte ist eine eingebettete Nässebeschränkung auf 80 km/h nicht mehr erforderlich.

 

Weiterhin wird der von den anliegenden Kommunen geäußerte Wunsch nach Ausweitung einer Geschwindigkeitsbeschränkung von der Autobahndirektion Nordbayern anhand der Unfalltypenkarten für den Zeitraum 2016-2018 geprüft.

08.05.2019